HOME | AMD | Behandlung
Die Behandlung der AMD

Derzeit gibt es keine Heilung der Makuladegeneration. Es können jedoch verschiedene Behandlungsmethoden manchen Verlust des Sehvermögens verhindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen (verzögern).

Mehrere Methoden sind verfügbar:

Die Behandlung der trockenen AMD

Nahrungsergänzung:
Nahrungsergänzungen, wie z.B. Vitamin C, E, Beta-Carotin und Zink haben gezeigt, dass das Risiko eines Verlustes der Sehkraft bei Patienten im Anfangs- bis fortgeschrittenen Stadium der trockenen Form der AMD herabgesetzt wird. Die AREDS-Studie zeigte, dass bei Menschen mit einer trockenen AMD im Anfangsstadium das Risiko des Fortschreitens der Erkrankung zu einer schweren AMD um ca. 25 % niedriger war, wenn sie eine speziell hoch-dosierte, rezeptfreie Formulierung  von Nahrungsergänzungsmitteln einnahmen.

Es ist jedoch äußerst wichtig zu beachten, dass hoch-dosierte Vitaminpräparate, auch wenn sie rezeptfrei verkauft werden, ein Risiko für manche Menschen darstellen können. Raucher, die Beta-Carotin einnehmen, können ihr Risiko an Lungenkrebs zu erkranken damit erhöhen!

Es wird ausdrücklich empfohlen, mit Ihrem Arzt über die Vor- und Nachteile sowie die Risiken dieser Behandlungsmethode zu sprechen, bevor Sie mit der Einnahme solcher Nahrungsergänzungsmittel beginnen.

Derzeit verfügbare Behandlungsmethoden der feuchten AMD

Laserbehandlung:
Laserstrahlen mit hoher Energie werden dazu verwendet, die abnorm wachsenden Blutgefäße, die bei der feuchten AMD auftreten, zu zerstören.

Photodynamische Therapie:
Eine zweistufige Behandlung, bei der ein lichtempfindliches Medikament die abnormen Blutgefäße verschließen soll. Der Augenarzt injiziert das Medikament in eine Armvene und dieses wird dann von den abnormen Blutgefäßen im Auge aufgenommen. Zur Aktivierung des Medikaments muss der Arzt dann mittels kalter Laserstrahlen behandeln und es kommt damit zum Verschluss der abnormen Blutgefäße. Diese Therapie erfordert mehrere Behandlungen. Zur Zeit ist diese Therapie für 25 % der Fälle mit feuchter AMD von der FDA (Weltgesundheitsbehörde) zugelassen.

Anti-VEGF-Therapie:
Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass diese Therapie das Wachstum der abnormen Blutgefäße blockiert und den Austritt von Blut und Flüssigkeit aus diesen Blutgefäßen in die Makula stoppt. Man geht davon aus, dass die natürlich vorkommenden VEGF´s aus verschiedenen Gründen vermehrt produziert werden und somit zum Wachstum dieser abnormen Blutgefäße führen.

Behandlungsmethoden der feuchten AMD, die derzeit untersucht werden

Kortison-Therapie:
Derzeit wird ein Steroid-Derivat untersucht, welches als potenzielle Therapie-Option bei manchen Formen der feuchten AMD in Frage kommt.

Zusätzliche VEGF Therapien:                                                                                                                                                                                                                                         Es werden derzeit noch weitere Arzneimittel untersucht, die entwickelt wurden um die Schlüsselsignale zu blockieren, die das Wachstum der abnormen Blutgefäße unter die Makula verursachen.

Wie geht man mit einer AMD um?

Die richtige Behandlungsmethode kann nur Ihr Augenarzt bestimmen. Zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung kann Ihr Arzt Ihnen zur Selbsthilfe in folgender Art und Weise raten:

Regelmäßige Augenuntersuchungen können den Verlauf der AMD dokumentieren und auch andere Augenerkrankungen aufzeigen. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto früher kann mit der Behandlung begonnen werden, was immer ein Vorteil für den Patienten ist.

Selbst-Seh-Tests können plötzliche Sehveränderungen, die ein Zeichen von abnormem Blutgefäßwachstum oder Austritt von Blut und Flüssigkeit sein können, aufdecken. Ein Amsler-Netz-Test kann Symptome einer Degeneration, z.B. verschwommene Flecke, wellenförmige Linien oder weiße Flecke, enthüllen. Allerdings ersetzen solche Selbst-Tests niemals die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt! Wenn Sie irgendwelche Veränderungen im Sehvermögen bemerken, berichten Sie diese sofort dem Augenarzt.

Sehbehelfe wie z.B. Lupen, können Ihnen helfen, mit Aufgaben, die detailliertes Sehen erfordern, besser zurecht zu kommen. Uhren mit großen Zifferblättern und Zeigern, Bücher mit großer Schrift sind oft hilfreiche Mittel, weiterhin lesen zu können und sich im Alltag zurecht zu finden. Ebenso hilfreich kann es sein, einen Sehbehelfs-Spezialisten aufzusuchen, der Sehbehelfe verkauft und der deren Gebrauch im Alltag mit Ihnen übt. Sehbehelfe müssen nicht für jeden Patienten geeignet sein und sie ersetzen auch nicht die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt. Fragen Sie Ihren Augenarzt, ob ein Sehbehelf in Ihrem Fall angebracht ist.

© Copyright 2008 - augencheck.cc